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Boettcherstraße in der Bremer Innenstadt
Freizeit

Die Böttcherstraße

Die Böttcherstraße in der Altstadt und unmittelbar anliegend zum ATLANTIC Grand Hotel zählt aufgrund ihrer aufwendigen Architektur zu den Kulturdenkmälern und meistbesuchten Touristenattraktionen. Die Gebäude sind überwiegend in den Jahren von 1922 bis 1931 entstanden und hauptsächlich dem Bremer Kaffeekaufmann und Mäzen Ludwig Roselius (1874–1943) zuzuschreiben. Für die künstlerische Gestaltung beauftragte Roselius den Bildhauer, Maler und Architekten Bernhard Hoetger (1874–1949).

Die expressionistischen Gebäude stehen seit 1973 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz und beherbergen heute die Museen Böttcherstraße, Kunsthandwerkstätten, Gastronomiebetriebe und Einzelhandelsgeschäfte. Einige wichtige Gebäude finden Sie im Folgenden aufgeführt: Paula-Modersohn-Becker-Haus: 1927 von dem Architekten Hoetger erbaut, diente es zunächst als Ausstellungs- und Verkaufsraum. Heute befinden sich darin Werkstätten für Kunsthandwerk sowie einige Geschäfte.

Roselius-Haus: Das älteste Gebäude in der Böttcherstraße, dessen Erbauung auf das 14. Jahrhundert datiert werden kann. Zunächst diente es als Verwaltungssitz von Ludwig Roselius und wurde 1928 ausgebaut, um weitere Kunstsammlungen aufzunehmen. Es wird bis heute als Museum genutzt.

Haus St. Petrus: Errichtet wurde das Gebäude zwischen 1923 und 1927 durch Eduard Scotland und Alfred Runge. Damals wie heute wird es gastronomisch genutzt. Das Restaurant „Ständige Vertretung im Flett“ und ein Weinkontor sorgen für geschmackvolle Erlebnisse. Des Weiteren befinden sich darin die Veranstaltungsräume des ATLANTIC Grand Hotel, „die Goldenen Säle“, die sowohl über die Böttcherstraße als auch über das Hotel zugänglich sind.

Haus der Sieben Faulen: Dieses Gebäude wurde zwischen 1924 und 1927 von den Architekten Eduard Scotland und Alfred Runge errichtet. Werberäume der Kaffee HAG waren hier untergebracht. Die Benennung nach den „Sieben Faulen“, den Bremer Sagengestalten, erfolgte nach 1954. Als Steinfiguren stützen sie den Giebel des Hauses.

Haus Atlantis: Erbaut von Bernhard Hoetger sollte das Haus die Utopie des sagenhaften Erdteils Atlantis verkörpern. Moderne Formen aus Glas, Holz und Stahlbeton zeichnen das Haus im Art-Deco-Stil aus. Vorträge und Lesungen wurden hier einst häufig abgehalten.

Haus des Glockenspiels: Dieses Gebäude entstand durch den Umbau von Lagerhäusern. Heute dient es als Archiv und Verwaltungsgebäude der Böttcherstraßen GmbH. Das erste Glockenspiel wurde 1934 eingeweiht und bestand aus 30 Porzellanglocken. Die Besonderheit an dem Glockenspiel ist seine Verbindung zu zehn geschnitzten Holztafeln im Ludwig-Roselius-Haus. Diese zeigen bekannte Ozeanbezwinger und rotieren zu den Klängen des Glockenspiels. 

 

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